+++ Demonstration Herbst 2008: Schluß mit den steigenden Mieten in
Kreuzberg, Neukölln und überall! Billige Mieten statt hohe Profite für
die Hausbesitzer_innen! Verdrängung, Ausgrenzung, Stadtumstrukturierung
stoppen! Bezahlbare und gute Wohnungen für alle statt Luxuslofts für
wenige! MediaSpree versenken – CarLofts begraben! +++
Dienstag, den 07.10.08, 19 Uhr im Stadtteilbüro in der NewYorck,
Bethanien-Südflügel, Mariannenplatz.
Wenn Menschen oder Gruppen sich gerne einbringen wollen, aber an diesem
Termin nicht können, freuen wir uns über eine Nachricht an
spreepiratinnen@gmx.net.
Seit Jahren steigen in Kreuzberg 36 die Mieten, in den letzten Jahren
hat diese Entwicklung dramatisch zugenommen. Menschen mit geringen
Einkommen werden durch die steigenden Mieten systematisch aus bestimmen
Stadtvierteln verdrängt, etwa dem Reichenberger Kiez. Diejenigen, die
bleiben, müssen immer mehr Geld für die Miete aufbringen.
Mit den steigenden Mieten verändert sich auch die Stadt. Am Beispiel
Kreuzberg 36: während in der Reichenberger Straße kameragesicherte
Luxuslofts mit Autoparkplatz und Garten auf jeder Etage gebaut werden,
kommt es im Umkreis verstärkt zu Schikanen von Polizei und Ordnungsamt
gegen sogenannte „Randgruppen“. Am Kottbusser Tor soll demnächst sogar
die neueste Videoüberwachungstechnik inklusive automatischer
Gesichtserkennung eingeführt werden.
Während die Mieten in Kreuzberg und Berlin ständig steigen, klafft
gleichzeitig die Schere zwischen arm und reich ständig weiter
auseinander. Und während der Senat locker mal über 40 Millionen Euro zur
Verfügung stellt, um die Profite der an „MediaSpree“ und der O2-Halle
beteiligten Konzerne zu sichern, werden die einfachen Menschen mit ihren
Problemen alleinegelassen, müssen selbst sehen, wie sie im Alltag mit
Hartz IV oder Armutslöhnen überleben.
Ziemlich viele Menschen in Kreuzberg und ganz Berlin sind ziemlich sauer
über diese Zustände und die aktulle Entwicklung. Der Widerstand gegen
die ständig steigenden Mieten nimmt zu, es bilden sich verstärkt lokale
Zusammenhänge, um sich gegenseitig zu informieren und Widerstand zu
organisieren. Wir finden es wichtig, daß der Widerstand auch auf der
Straße unübersehbar sichtbar ist.
Deswegen möchten wir gerne noch im Herbst dieses Jahres, etwa Ende
November, eine Demonstration gegen steigende Mieten, Gentrification,
Umstrukturierung und Verdrängung veranstalten. Ein Schwerpunkt der Demo
soll Kreuzberg 36 sein. Am Beispiel Kreuzberg 36 können wir derzeit
typisch sehen, was Gentrification bedeutet, hier spiegelt sich eine
Entwicklung, die weit über Kreuzberg hinaus viele Menschen betrifft.
Aber etwa auch Nord-Neukölln ist massiv betroffen, es wäre schön, wenn
es eine enge Zusammenarbeit über Bezirksgrenzen hinaus gäbe. Ständig
steigende Mieten, zunehmende Ausgrenzung und Verdrängung? Nicht mit uns!
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