Demo am Samstag

Samstag, 5.12., 20 Uhr, Proskauer Ecke Rigaer Str.:

Demo: Keine Räumung ist vergessen – Wer Wind säht, wird Sturm ernten!
-14-19 Uhr: Anlaufpunkt im Köpi-Infoladen mit Pennplatzbörse für Gäste von außerhalb Berlins

Vorher: Naziaufmarsch verhindern! 12 Uhr am Bahnhof Königs Wusterhausen (bei Berlin)

Berlin: 10 Uhr S-Bhf. Treptower Park: Zugtreffpunkt
Naziaufmarsch in KW stoppen! Dieses Jahr findet am 1. Samstag im Dezember erneut der jährliche Naziaufmarsch statt. Statt in Berlin wird er jedoch dieses Jahr in Königs Wusterhausen stattfinden. Das lokale Bündnis gegen Rechts organisiert deshalb eine Gegendemo und möchte den Aufmarsch blockieren. Wir unterstützen diesen Aufruf und wollen deshalb gemeinsam nach Königs Wusterhausen fahren. Daher treffen wir uns am Samstag den 5.12 um 10.00 Uhr (Abfahrt des Zuges 10.20 Uhr) am S-Bhf Treptower Park am Gleis in Richtung Schöneweide.


Aufruf

Keine Räumung ist vergessen.
Wer Wind säht, wird Sturm ernten!

Am Dienstag den 24.11.2009 wurde in Berlin wieder einmal ein Haus geräumt. Die Bewohner_Innen der Brunnenstraße 183 in Berlin-Mitte wurden gewaltsam durch die Polizei aus ihrem Haus geworfen. Die Leute mussten ihr gesamtes Hab und Gut zurücklassen und saßen erstmal auf der Straße oder im Knast.

An diesem Beispiel wird einmal mehr einiges deutlich:

- Dem Senat liegt mehr an finanzkräftigen Investoren, als an den Menschen, die in Berlin leben und nicht viel Geld zur Verfügung haben (wollen). Letztere werden strukturell aus der Innenstadt verdrängt.
- Dabei wird das ansonsten ach so wichtige “Recht” gerne auch mal übergangen. Dass auch diese Räumung “illegal” war, zeigt nur allzu deutlich die Scheinheiligkeit dieser so genannten “Demokratie” auf. Ein “Rechtsstaat”, der nur den Reichen, Mächtigen und Angepassten dient, ist für uns nix wert!
- Große Teile der Presse schaffen aktuell zunehmend eine Stimmung der Ausgrenzung und Verfolgung gegenüber der linken Szene. Allen voran der Springer-Verlag, der vor nicht allzu langer Zeit forderte: “Räumt die Terror-Nester” und Namen, Adressen und Fotos von linken Aktivist_Innen und deren Angehörigen veröffentlichte.
- Allein die Kosten für den Räumungseinsatz der Polizei dürften den Preis des Hauses bei weitem übersteigen. Hinzu kommen die Ausgaben für die immer noch andauernden Solidaritäts-Aktionen, nicht nur in Berlin.

Wir sind wütend!

…und das hat sich gezeigt. Radikale Antworten auf diese Räumung gibt es in Berlin jede Nacht. Und auch an anderen Orten teilen Menschen unseren Kampf um ein selbstbestimmtes Leben. Es geht uns lange nicht nur um die Brunnenstraße, sondern um die gesamten Auswirkungen des Kapitalismus und der neoliberalen Stadtpolitik. Wer bestimmt hier eigentlich, wer wo wohnen darf?!

Wir möchten euch hiermit einladen, dieses Wochenende zur Demo zu kommen und mit uns zusammen die Wut auf die Straße zu tragen.

Es wird ein radikal heißer Winter in Berlin!

Merry Crisis And A Happy New Fear!