Berlin: 1000 laufen „Sturm“ gegen Räumungen

Nachdem es anfangs in Friedrichshain aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse nach einer recht kleinen Demo aussah, kamen in Richtung Kreuzberg mehr und mehr Menschen zusammen um gegen die Räumung der Brunnen183 und für den Erhalt aller anderen autonomen Freiräume zu demonstrieren. Knapp 1000 waren es zum Ende hin.
Die Polizei war zwar massiv mit mehreren Hundertschaften und dämlichen Auflagen (u.a. maximal 1,50m Transpis) vertreten und hatte auch Wasserwerfer bereit stehen, hielt sich aber bemerkenswerter Weise zurück. Ob das daran lag, dass der Frust bereits gewaltsam an anderen Demonstrant_innen abgebaut wurde (siehe: http://de.indymedia.org/2009/12/268054.shtml und http://de.indymedia.org/2009/12/268019.shtml), daran, dass der Feierabend greifbar nahe lag oder daran, dass die Polizei in Berlin momentan massiv unter Druck steht, sei dahingestellt.
Auf jeden Fall war die Demo sehr lautstark, schnell und kämpferisch. Auf einen Lautsprecherwagen wurde bewusst verzichtet und stattdessen Flyer am Rand verteilt und eben umso lauter gerufen, auch mithilfe eines Megaphons. In den Parolen und auf den Transpis wurde Bezug genommen auf die Räumung der Brunnenstraße, die Bedrohung der Liebigstr. 14, der Rigaer 94 sowie des Schwarzen Kanals. Darüberhinaus wurde offenbar auch der Mord am 16 jährigen Alexis durch griechische Bullen vor fast genau einem Jahr in Athen nicht vergessen: „Alexis das war Mord, Widerstand an jedem Ort“!
Alles ging stürmisch schnell: Innerhalb einer Stunde wurde von der Rigaer Straße zum Lausitzer Platz gelaufen. Man hat gemerkt, dass die Leute ordentlich Wut im Bauch haben!
Es gab, soweit bekannt ist, keine Festnahme und auch sonst keine weiteren Zwischenfälle.
Alles in allem eine erfolgreiche Demo mit guter Stimmung, die Lust auf mehr macht.
Schließlich geht auch der Aktionsmonat weiter…

Keine Räumung ist vergessen – Wer Wind säht, wird Sturm ernten!


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