Laurynas nach Charlottenburg verlegt

Laurynas, der zu 15 Monaten Haftstrafe verurteilt wurde, weil er bei der United We Stay-Demonstration in Berlin am 14. März 2009 einen Polizisten und einen Mannschaftswagen der Polizei angriff, wurde vor wenigen Tagen aus der JVA Moabit in die JVA Charlottenburg verlegt. Allen Anschein nach versuchen die Behörden Laurynas Vereinzelung aufrecht zu erhalten, nachdem die Solidaritätsarbeit für Laurynas endlich angelaufen ist und ihm wieder seine Stimme zurückgegeben wurde.
Erst am 15. Februar 2010 äusserte sich Laurynas über die Plattform Indymedia – siehe: http://linksunten.indymedia.org/de/node/16869 bzw. http://de.indymedia.org/2010/02/273344.shtml – zu den Haftbedingungen, denen er ausgesetzt ist. Daraufhin informierte am 2. März 2010 das Radio Flora aus Hannover über Laurynas Situation. War die Antirepressionsarbeit für Laurynas in den ersten Monaten seiner Haft noch verhalten oder z.T. nicht vorhanden, so änderte sich das rapide: Zwischenzeitlich wurden über 15.000 Flyer gedruckt und grösstenteils verteilt, die Aufforderten sich u.a. mit Laurynas zu solidarisieren und ihn zu schreiben.

Etliche Organisationen u.a. aus England, der Türkei, Litauen und Italien machten auf Laurynas Lage aufmerksam. Da verwundert es nicht, dass die Beamten und Beamtinnen in der JVA Moabit und den anderen Repressionsorganen versuchen Laurynas loszuwerden. Wie wäre es mit Freilassen? Unsere Aufgabe muss es jetzt sein nicht locker zu lassen und weiter einen Austausch von drinnen nach draussen, und umgekehrt, zu ermöglichen.

Darum schreibt Laurynas auch in die JVA Charlottenburg:

Laurynas Mogila
c/o JVA Charlottenburg
Friedrich-Olbricht-Damm 17
13627 Berlin

Weitere Informationen, also wie ihr Laurynas besuchen oder ihm Geld schicken könnt, erfahrt ihr auf der Homepage – siehe: http://www.berlin.de/sen/justiz/justizvollzug/jvachb/besucherinformationen.html – der JVA Chalrlottenburg. (Proxy benutzen!) Laurynas möchte gern nach seiner Enlassung wieder in einen Berliner Hausprojekt leben, kennt sich in Berlin aber nicht gut genug aus. Wenn ihr also einen Platz in eurem Hausprojekt frei habt, dann meldet euch doch einfach bei Laurynas!

Wir finden es wichtig, dass weiterhin kontinuierliche Antirepressionsarbeit für Laurynas und andere geleistet wird. Darum möchten wir gerne in der Autonomen Vollversammlung (AVV) darüber diskutieren und uns vernetzen. Laurynas und andere brauchen Menschen die ihnen wieder ihre Stimme geben. Die Autonome Vollversammlung findet am 13. März 2010 ab 19 Uhr 30 im New Yorck 59 (Mariannenplatz 2, 10997 Berlin, Seitenflügel des Bethanien, in der Nähe des U-Bahnhof Kottbusser Tor) statt. Die AVV bietet in unseren Augen eine gute Plattform auf der sich unerfahrene sowie erfahrene Aktivisten und Aktivisten informieren, vernetzen und somit bewegen können.

Lasst den Behörden mit ihrer Vereinzelungstaktik keinen Erfolg haben!

Ebenso wichtig finden Wir es, wenn am Freitag, den 5. März 2010, um 9 Uhr ganz viele Menschen zur Urteilsverkündung gegen Chistoph T. kommen. Christoph ist angeklagt, während der WBA Actionweeks ein Auto angezündet zu haben. Es zeichnet sich jedoch ein Freispruch ab. Der Prozess findet im Kriminalgericht Berlin (Turmstrasse 91, in der Nähe vom U-Bahnhof Turmstrasse) statt. Der Saal ist entweder B129 (Sicherheitssaal) oder 504. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage http://free-alexandra.tk.

Quelle: http://de.indymedia.org/2010/03/274828.shtml