Demo für das Kunsthaus Tacheles am Montag, 28.06. / 13:00

Das Tacheles und das dahinter liegende Gelände stehen unter Zwangsverwaltung durch autorisierte Anwälte, nachdem der im Grundbuch eingetragene Eigentümer (eine „Tochter“ der Fundus-Gruppe) Zinszahlungen auf angehäufte Schulden von über 75 Millionen Euro, die auf dem Grundstück lasten, nicht mehr bedienen konnte oder wollte. Die HSH Nordbank, als Hauptgläubiger ist nun seit Anfang 2008 dabei, reinen Tisch zu machen, sprich uns alle rauszuwerfen, damit sich das Grundstück besser vermarkten lässt. Die HSH hat nun zum 1.7.2010 die Verträge bei den Berliner Wasser Betrieben kündigen lassen, um uns auszutrocknen. Die Wasserversorgung in Berlin ist monopolisiert. Die Berliner Wasser Betriebe vollstrecken nun ohne juristischen Zwang die von der HSH Nordbank verfügte Kündigung der Wasserversorgung für das Tacheles. Die HSH Nordbank hat ihre Zwangsverwalter mit beachtlichen finanziellen Mitteln gegen uns ausgestattet, um eine schnelle Räumung zu bewirken. Die Kappung der Wasserversorgung ist der perfideste Schachzug in einer bösen Partie, in der nicht verhandelt wird, sondern vollstreckt. Ganz abgesehen von den zahlreichen Individuen, die ihre Existenz im Haus in ökonomischer wie auch in sozialer und kreativer Hinsicht bestreiten, steht viel auf dem Spiel. Berlin wird definitiv verlieren, wenn es diese einzigartige Kulturinstitution aufgibt. Streitet mit uns gegen dieses absurde Handeln.

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