Protokoll der Vollversammlung vom 27.09.

Die „Wir bleiben Alle Vollversammlung“ fand diesmal aus aktuellem Anlass in den Linienhöfen statt. Themen waren unter anderem das Intersquat, die Idee eines Hausbesetzter Samplers, Laurynas und Nils natürlich der Linienhof und aus mangelnder Beteiligung die WBA-VV Struktur.

Der erste Punkt war mehr ein ein Input wie es zur Zeit mit den zwei Gefangenen bzw. ehmals Gefangenen Nils und Laurynas aussieht. Laurynasa wurde am 9.09 entlassen und es wurde stark kritisiert das sich nur drei Menschen zum Abholen von ihm gefunden haben. Auch die Suche nach einer bleibe in den Projekten und Häusern gestaltete sich trotz Vorriegen Anfragen als sehr schwierig. Die 100 Euro für einen Pass wollte Laurynas selber bezahlen so ging das Geld zurück in die WBA- Repressions Kasse.
Nils aus den Niederlanden sitzt nun wieder in Berlin in Untersuchungshaft und es finden bereits die ersten Prozesstage statt beim ersten sollen wohl auch einige Neonazis anwesend gewesen sein, welche sich eifrig Notizen machten und wahrscheinlich vom natio0nalen Widerstand
Berlin sind.
Kurz angesprochen wurde auch das aufgrund der mangelnden Solidarität Repressionsopfern gegenüber im November Antiknast- Tage statt finden sollen. Achtet auf Ankündigungen.

Ein größerer Punkt war die derzeitige Situation des Linienhofes, welcher derzeit räumungsbedroht ist. Der Konflikt hier besteht darin das vermeintlich links aktive von Attac im Rahmen einer Baugruppe den Platz des Linienhofes für sich nutzen wollen. Im Gegensatz zu der Medien hetze wird dieser Platz sehr wohl schon seit gut 20 Jahren benutzt vor allem Wagenplätze haben hier immer die Möglichkeit gefunden in den zwei Werkstätten ihre Wagen und Autos in
Selbstverwaltung reparieren zu können. Außerdem ist der Linienhof eins der letzten Zeichen gegen Gentrifizierung im Prenzlauer Berg. Die rechtliche Situation sieht für die Betroffenen auch nicht sehr gut aus mit dem Vorbesitzer gab es lediglich einen mündlichen Nutzungsvertrag und es könnte sich auf ein Gewohnheitsrecht berufen werden. Die Baugruppe ihrerseits versteht die nicht warum sie als Feind deklariert werden weil sie doch selber sich immer für ein alternatives Leben eingesetzt haben und gibt an das sie an ihrem Vorhaben das Grundstück zu bebauen nichts ändern könnten das sie den Bau mit einem großen Anteil von Bankgeldern vorab finanzierten und so ein Stopp des Vorhabens nicht möglich sei.
Deswegen Linienhof bleibt!

Im Rahmen dieser Diskussion kam das Bedürfnis noch mal eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Baugruppen zu veranstalten und sich mit diesen auch einmal kritisch auseinander zu setzten.

Angeregt durch den Kiezspaziergang durch die Mainzer Straße bis zum Dorfplatz während des Intersquats kam die Idee auf einen Sampler zu machen auf dem abwechselnd Geschichten von Hausbesetzer_Innen und Musik zu hören ist um dafür zu sammeln wird eine E-mail Adresse eingerichtet und es werden noch Menschen gesucht die Lust haben sich daran zu beteiligen. Das Thema wird auch bei der nächsten WBA-VV noch einmal angesprochen.

Da leider niemand vom Intersquat selber da wurde dieser Punkt verschoben auch in der Hoffnug das noch eine Art Auswertung folgen wird.

Zu guter letzt gab es noch Termine:
01.Oktober Start der Herbstaktionstage für die neusten Informationen berlinonsale.blogsport.de
03.Oktober Tag der offenen Tür im Linienhof mit Cafe und Kuchen (gerne auch selber mitbringen) Mieter_Innenberatung, die Schmiede und Schweißwerkstatt werden geöffnet.
09.Oktober „Berlin on sale- Mediaspree entern“ Demonstration, Start 16.00 am Kottbuser Tor mit Schlusskundgebung vor dem Nippon Hotel
13. November Eröffnugsfeier des Nippon Hotel, achtet auf Ankündigungen

Bei einigen Diskussionen warum die WBA-VV zur Zeit so schlecht besucht ist und weiter gehenden Diskussionen. Wurde sich darauf geeinigt die VV etwas umzustrukturieren und den Häusern und Projekten wider näher zu kommen. So soll die VV ab sofort wandern d.h. Immer an andern Projekten oder Häusern statt finden. So soll dann der jeweilige Ort sich immer ein bisschen Vorstellen und über die Außen- und Innenwirkung des jeweiligen Projekt gesprochen werden. Aber auch die unterschiedlichen Arten des Zusammenlebens vorgestellt werden oder auch die Art und Weise wie mit Konflikten umgegangen wird. Den Anfang wir im nächsten Monat das Betahnien machen und im folgenden wahrscheinlich die Reiche 63a. Es wurde angedacht um die Projekte zu nichts zu Zwingen oder unter Druck zu setzten auf Einladung von Projekten jeweils den Ort für die VV zu wählen. Welcher dann auch immer mindestens auf der wba.blogsport.de Seite zu finden sein wird.