Archiv für September 2010

Kampf der Umstrukturierung – Her mit der Reiche63a!

Das war vor 20 Jahren die Parole der Hausbesetzer_innen, die den kollektiven Freiraum in der Reichenberger Straße 63a erkämpften. Die Reiche 63a ist ein linkes, alternatives Hausprojekt in Kreuzberg, das seit 20 Jahren in seiner jetzigen Form existiert. Unser Vermieter ist das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg (BA), das 1990 einen Vertrag mit unserem Trägerverein für das Quergebäude abgeschlossen hat. Der Vertrag sieht keine Kündigung durch das Bezirksamt vor. Solche Verträge können frühestens nach 30 Jahren (2020) außerordentlich gekündigt werden. Das heißt, eigentlich genießt unser Hausprojekt noch 10 Jahre lang Bestandsschutz.
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KØPI: ¨Gutachter abloofn!¨

Quelle: Indymedia

Lange Zeit war es relativ ruhig um die KØPI. Der Abschluss des 30-Jahres-Vertrages vor gut zwei Jahren (siehe: http://de.indymedia.org/2008/03/209981.shtml), als krönender Abschluss einer gewaltigen und vielfältigen Solidaritäts-Kampagne(siehe z.B.: http://de.indymedia.org/2007/06/184499.shtml), hat dem Projekt etwas Zeit zum Durchatmen gegeben. Nun soll die KÖPI offenbar erneut zwangsversteigert werden.
Für heute hatte sich jedenfalls zunächst einmal ein Gutachter angekündigt, um den Marktwert neu festzulegen…
Schon vormittags hatten sich etwa 60 Bewohner_innen und Unterstützer_innen zum kollektiven Frühstück im wunderschönen KØPI-Hof getroffen. Um kurz nach 13 Uhr kam dann tatsächlich der Gutachter Herr X. in Begleitung einer weiteren Person. Freundlich,aber bestimmt wurde ihm der Zugang verwehrt und er wurde darüber aufgeklärt, dass es sich hier um ein unverkäufliches Stück Risikokapital handelt. Er musste sich den Tatsachen stellen und betonte zugleich, dass er ja selber nur ein kleiner Fisch sei, der nur seine Arbeit täte. Nachdem er fürs Protokoll festhielt, dass er von Sympathisant_innen des Hauses am Zutritt gehindert wurde und betont wurde, dass es langjährige Mietverträge gibt, hat das Paar nach wenigen Minuten den Rücktritt angetreten. Es gibt zwar bisher noch keinen festen Termin, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass die Versteigerung in den kommenden drei Monaten stattfinden wird. Haltet die Augen und Ohren offen!
Eines steht jetzt schon fest und wurde heute auch dem gesandten Gutachter deutlich mitgeteilt:
KØPI ist und bleibt RISIKOKAPITAL und Investoren verbrennen sich hier die Finger!!

Hier der offizielle KØPI-Text:
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Intersquat Festival weiterhin ohne Ort

Quelle: Indymedia

Vom 10.-19. September findet in Berlin das Intersquat-Festival statt. Die Organisation eines solchen Festivals stellt sich in Berlin aber als gar nicht so einfach heraus, immerhin in einer Stadt, die sich sonst mit ihren vielen Kunst- und Kulturveranstaltungen rühmt. Das Problem: es gibt immer noch kein passendes Gelände auf dem das Festival stattfinden könnte.gartenstrfreiburg Nach Verhandlungen mit dem Geschäftsführer vom Liegenschaftsfond Holger Lippmann und dem Bezirksbürgermeister Franz Schulz, nach Gesprächen mit Trägern öffentlicher Flächen, mit Grünflächen- und Bezirksämtern und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung haben wir immer noch keinen Ort, die Schnauze langsam voll und das LKA verbreitet auch noch Falschinformationen. Es wurden alle legalen Möglichkeiten ausgeschöpft, aber bisher gibt es nichts als Absagen oder horrende Mietpreisforderungen. Mitte September werden mehrere hundert Menschen aus vielen Ländern nach Berlin kommen, die das Festival durchführen werden und auch einen Ort brauchen, an dem sie für die Zeit des Festivals bleiben können. Wem gehört diese Stadt? Dem Senat? Den Investierenden? Oder uns Allen?
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