Archiv für Oktober 2010

Kein Commerz mit der Köpi!

Quelle: Indymedia

Seit September ist bekannt, dass die Köpi wieder einmal bedroht ist. Die Commerzbank will das Haus versteigern – dieser Artikel versucht, die Hintergründe des Dauerkonfliktes ‚Köpi vs. Commerzbank‘ zu beleuchten. (mehr…)

[Wien] Wagenplatz „Treibstoff“ geräumt

Am Donnerstag den 21.10.2010 um 9.00 Uhr hat ein Großaufgebot der Polizei, Wega und LVT (Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung) den Wagenplatz Treibstoff in der Baumgasse geräumt. Fast alle der 20 Wägen wurden von dem Abschleppunternehmen Toman abgeschleppt. Obwohl der Gruppe die Möglichkeit gegeben wurde die Fahrzeuge selbst herunterzufahren, wurde gemeinschaftlich beschlossen diesmal den Platz nicht mehr zu räumen. Die BewohnerInnen wurden sodann nach Aufnahme der Personalien, Abfilmen und –Fotografieren des Platzes verwiesen.
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[Hamburg] Hausbesetzung in der Juliusstr. 40

Quelle: Indymedia

Gestern wurde im Hamburger Schanzenviertel ein trotz Luxussanierung länger leerstehendes Haus besetzt!
Nicht nur Hamburger Normalzustände: Steigende Mieten, zunehmender Mangel an günstigen Wohnungen, Luxussanierungen und Neubau von immer mehr Eigentums-wohnungskomplexen – auf der anderen Seite Leerstand von über 1 Million qm Büro-raum, erstaunlicherweise jedoch auch von mehr und mehr Wohnungen. Das Haus in der Juliusstraße zum Beispiel lässt Vermieter Landschulze (dem weitere Häuser mit leer stehenden Wohnungen gehören: Susannenstr. 6 vorne, hinten A und B, 9A und 43, Beim Grünen Jäger 2, 6 und 16) seit vier Jahren so gut wie leer stehen. Daran änderte auch der Abschluss der Sanierung im Jahr 2008 nichts – lediglich der Imbiss im Erdgeschoss ist seitdem wieder eingezogen. Möglicherweise wird hier bereits auf eine Wertsteigerung nach der Räumung der Roten Flora spekuliert? Im Schnecken-tempo werden einzelne Fliesen verlegt und sonstige Arbeiten hinausgezögert, um gegenüber dem Bezirksamt den Rücken frei zu haben.
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Polizeiangriff auf XB-Liebig sowie das Hausprojekt Liebig 34

Pressemitteilung der Liebig 34:

In den frühen Morgenstunden des 14. Oktobers drangen Polizist_innen der Bereitschaftspolizei in das Wohnprojekt des Vereins Raduga e.V. ein. Der vorgegebene Grund dafür war Ruhestörung in den anliegenden Vereinsräumen des XB-Liebig.

Die Polizei verschaffte sich dabei mit Rammböcken gewaltsam Zutritt zum Flur des Wohnhauses und war im Begriff zu den Wohnungen vorzudringen. Die Bewohnerinnen des Hauses, darunter auch mehrere Kinder wurden von dem dabei verursachten Lärm geweckt. „Alles geschah so plötzlich, wir wussten ja nicht was los war. Viele waren vom brutalen Auftreten der Polizei schockiert und gerieten in Panik.“ so eine Bewohnerin. Erst nach deeskalierendem Einschreiten von Bewohnerinnen konnten die Bereitschaftspolizist_innen von ihrem Vorhaben abgebracht werden.
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[Freiburg] Hausbesetzung im Rahmen der Aktionstage

Am Abend des 14.10. wurde im Rahmen der ultimativen „Wir haben in der Nacht auf den…“-Tage und der Freiraumkampagne Plätze.Häuser.Alles die Freiligrathstraße 99 besetzt. Ca. 40 Leute sind gegen 21 Uhr in Haus. Dort gibt es zur Zeit jetzt „Küche für alle“ und Musik, in der Nähe des Hauses bringt sich gerade eine Hundertschaft der Polizei in Stellung.
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[Köln] Neues aus dem Autonomen Zentrum

Quelle: Indymedia

Trotz eines sechsmonatigen Duldungsstatus wandten sich die Besetzer_innen des Autonomen Zentrums in der Wiersbergstraße 44, Köln-Kalk, am 19. September mit einem Legalisierungsvorschlag an die Eigentümerin des Gebäudes. Eine Antwort folgt drei Wochen später: die Stadtsparkasse Köln-Bonn kappt die Wasserzufuhr zum besetzten Haus. Gleichzeitig gibt es gute Neuigkeiten: Das Haus in der Wiersbergstraße wird von der Stadt gekauft. Bereits im August wurde dem Autonomen Zentrum die Stromversorgung abgestellt. Beides geschah ohne Vorankündigung, was schwere Folgen hätte nach sich ziehen können. Lutz, ein Besetzer, ist aufgebracht: „Als damals die Lichter ausgingen war es nach 21 Uhr und es haben sich viele Menschen im Haus aufgehalten. Es hätte sonst was passieren können! Und nun stellen die das Wasser einfach so ab, wo sie ganz genau wissen wie viele Menschen hier auf trinkbares Wasser und funktionierende Sanitäranlagen angewiesen sind. Das ist verantwortungslos!“ Fallbezogene Gerichtsurteile früherer Hausbesetzungen untersagen aus hygienischen Aspekten ausdrücklich das Abstellen von Wasser. Insbesondere müssen die Besetzter_innen der Wiersbergstraße auch über die Auflagen von Brandschutzmaßnahmen hinaus weitere Vorkehrungen treffen.
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„Autonome Projekte verteidigen“ – Block auf Demo gegen Innenministerkonferenz

Quelle: jumpandrun.blogsport.de

Wir rufen auf zu einem Block „Autonome Projekte verteidigen – Innenministerkonferenz versenken“ auf der Leerstand zu Wohnraum Demonstration am 23.10. in Hamburg. Außerdem fordern wir alle auf, sich an den Protesten und bundesweiten Demonstrationen gegen die Innenministerkonferenz von 13-19.11.2010 zu beteiligen.

Moderne Zeiten

Besetzungen sind wie der Widerstand gegen staatliche Repression kein Anachronismus einer fernen Zeit, sondern ein notwendiger Bestandteil aktueller Kämpfe und Auseinandersetzungen. Die Praxis der kollektiven Aneignung ist ein antikapitalistisches Konzept, welches als Antithese zur heiligen Kuh des privaten Eigentums eine solidarische Umverteilung und temporäre Freiräume möglich macht.
Steigende Mieten sind ein wesentlicher Faktor von Vertreibung und Gentrifizierung. Deshalb wehren sich z.B. Mieter_innen von Saga Wohnungen, die sich Mieterhöhungen nicht bieten lassen, gegen dieselben Auswirkungen von Standortpolitik, wie diejenigen, die bestehende Normen übertreten und Räume besetzen und dem Wohnungsmarkt entziehen oder sich Freiräume erkämpfen.
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Kiez-Spaziergänge in Treptow, Neukölln und Kreuzberg

Die Kie­zin­itia­ti­ven Karla Pap­pel (Kun­ger­kiez, Alt-​Trep­tow), Schil­ler­kiez (Neu­kölln) und Rei­chen­ber­ger Kiez (Kreuz­berg) be­rei­ten zu­sam­men mit Stei­gen­de Mie­ten stop­pen! eine Reihe von Kiez­ver­an­stal­tun­gen für die zwei­te Ok­to­ber­hälf­te vor. Es geht dabei darum, deut­lich zu ma­chen, dass die stei­gen­den Mie­ten und so­zia­len Aus­gren­zungs­pro­zes­se in den ein­zel­nen Kie­zen keine iso­lier­ten Pro­ble­me dar­stel­len, son­dern dass es Ur­sa­chen gibt, die ge­mein­sam be­kämpft wer­den soll­ten.

Drei Kiezspaziergänge im Oktober
Ken­nen Sie das? Wie­der zieht ein Nach­bar weg, weil die Miete steigt? Wie­der setzt das Ar­beits­amt eine Freun­din unter Druck, weil die Woh­nung zu groß sei? Wie­der wird eine wilde Bra­che zu­ge­baut, mit teu­ren Ei­gen­tums­woh­nun­gen und Lofts. Der Laden ne­ben­an gibt end­gül­tig auf: 300%tige Mie­ter­hö­hung… Das zu­künf­ti­ge Sze­ne­café hat den Raum schon ge­pach­tet. Um im Kiez woh­nen blei­ben zu kön­nen, zahlt eine lang­jäh­ri­ge Hartz IV-​Emp­fän­ge­rin die er­höh­te Miete und spart nun beim Essen. Das Rent­ner­ehe­paar dach­te, es könne im Kiez alt wer­den und über­legt aufs Land zu gehen – die Rente reicht ein­fach nicht mehr. Und so wei­ter und so fort…

Nein – Die Po­li­tik hat nicht ver­sagt. Im Ge­gen­teil. Sie ist sehr er­folg­reich. Sie will und for­ciert den Ver­drän­gungs­pro­zess är­me­rer Schich­ten durch In­ves­to­ren, Yup­pies, so­ge­nann­te Krea­ti­ve und eine öko­li­be­ra­le Mit­tel­schicht. Die neue Re­gie­rung, egal ob rot/rot oder rot/grün, wird dies wei­ter­füh­ren. Ob Sie nun Rent­ne­rin sind, oder ar­beits­los, ge­ring­ver­die­nend, al­lein­er­zie­hend oder einen mi­gran­ti­schen Hin­ter­grund haben – für Men­schen ohne Geld ist kein Platz in den an­ge­sag­ten In­nen­stadt­be­zir­ken! Das ist die ein­zi­ge Ge­wiss­heit, die für ein­kom­mens­schwa­che Schich­ten be­steht. Wenn nicht eine star­ke Ge­gen­be­we­gung dies ver­hin­dert.
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Dresden Besetzung der Liststraße 8

Quelle: Indymedia

Soeben wurde die Liststraße 8 in Dresden von mehreren Menschen besetzt. Die Besetzter_innen wollen damit auf die gestrige Räumung der ALGE in Oschersleben aufmerksam machen. Die ALGE war ein seit 10 Jahren bestehendes Hausprojekt und einer der wenigen Anlaufpunkte für alternative Jugendliche in der Umgebung. Es war auch ein Haus was Schutz vor Disskriminierungen bot. Die Listraße 8 wurde dieses Jahr schon einmal besetzt und leider auch geräumt. An den Forderungen der Besetzter_innen hat sich aber nichts geändert. Das Haus soll als Wohn und Projektehaus genutzt werden. Dazu liegt der Stadt schon seit Mai 2010 ein Konzept mit Finanzierungsplan vor. Des weiteren fordern die Besetzter_innen der Liststraße 8 den Dialog mit dem Eigentümer, den städtischen Wassserwerken.
„Wir wollen nichts zerstören sondern wir brauchen einen Ort an dem wir wohnen und unsere Ideen von einen hierachiefreien leben verwirklichen können“. So einer der Besetzer_innen Momentan sind noch keine Bullen vorm Haus. Also kommt allle vorbei, brint Decken, Kerzen und Essen mit.

Wir bleiben Alle!“ Solidarität mit der ALGE!!

Wohnungsbesichtigungs-Rallye im Townhouse

Quelle: Indymedia

Am 10.10.2010 waren gleich mehrere Rallye-Gruppen zu Besuch in der Musterwohnung eines Townhouse-Komplexes (Viehtrift 30) im Berliner Entwicklungsgebiet Alter Schlachthof in Prenzlauerberg-Fast-Friedrichshain an der Eldenaer Straße. Die Townhouses sind natürlich nicht für die Kiezbevölkerung gedacht, da muss man schon ein bisschen was auf Tasche haben.

Nachdem sich die verschiedenen Gruppen mehr oder weniger zufällig vor dem Haus getroffen hatten ging es mit ca 30 Leuten bunt verkleidet, mit Musik und Seifenblasen zur Einweihungsparty. Der Makler war sichtlich überrascht und überfordet vom immensen Interesse und reagierte sehr emfindlich. Das lag vielleicht auch daran, dass ihn laut Taz jemand wie folgt begrüßte: „Guten Tag, wem gehört denn dieses schicke Haus? Sie vermitteln da nur? Dann gehört es jetzt uns.“

Nach einem kurzen Rundgang mussten wir leider feststellen, dass die Bude für uns als Groß-WG eher ungeeignet wäre und beschlossen weiter zu gehen.
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