27. Januar 2011: L14 expandiert in die Adalbertstraße!

Die Bewohner_innen haben soeben gemeinsam mit Unterstützer_innen eine leerstehende Schule in der Adalbertstraße 53 in Berlin-Kreuzberg besetzt, um weiterhin für die Zukunft des Projekts zu kämpfen. Die Besetzung ist der Anfang der Kampagne „Liebig 14 Expansion 2011“. Weitere Aktionen folgen.

Mit dieser Aktion richten sich die Bewohner_innen gegen eine Politik der Privatisierung und Verdrängung, die wie im Fall der „Liebig 14“ nicht nur Wohnraum sondern auch Orte alternativer Kultur. Bewohnerin Sarah erklärt: „Wir handeln jetzt konkret, um die Zukunft unseres Projektes zu sichern. Dafür haben wir das stadteigene Gebäude besetzt.“ Berliner Politiker_innen behaupten seit Monaten, es stünden keine geeigneten Ersatzobjekte zur Verfügung. „Wir haben soeben das Gegenteil bewiesen“, so sagt Sarah weiter, „Wenn die Politiker_innen wirklich eine friedliche Alternative zur Räumung wollen, sollten sie jetzt handeln“.
Die Bewohner_innen und ihre Unterstützer_innen fordern mehr und sichere Orte alternativen Lebens und nichtkommerzieller Kultur in Berlin. „Räume wie die Liebig14 müssen einen festen Platz in unserer Stadt haben“ so Bewohner Florian. Die Möglichkeiten hier kollektiv zu Leben müssen ausgeweitet werden anstatt sich gegen immer neue Angriffe verteidigen zu müssen.

Viele Menschen sind wütend über eine Stadtentwicklung der Mietsteigerung und Kommerzialisierung, die in Berlin tobt und die Stadt zur Ware macht.
Verschiedene Gruppen rufen am Tag der Räumung zu Aktionen, Kundgebungen und Demonstrationen im gesamten Stadtgebiet auf.