Nächste Räumung in F-hain am 3.3.

Die Räumung der Liebigstr. 14 liegt noch nicht lange zurück und schon soll in knapp einer Woche – am 3.3. – das nächste alternative Hausprojekt in Friedrichshain-Kreuzberg teilgeräumt werden. Es handelt sich um die Scharni 29. Bereits im Oktober des letzten Jahres wurde das 1. OG geräumt. Am 26.2. gibt es eine Demo.

Die Räumung der Liebigstr. 14 liegt noch nicht lange zurück und schon soll in knapp einer Woche – am 3.3. – das nächste alternative Hausprojekt in Friedrichshain-Kreuzberg teilgeräumt werden.
Nachdem bereits im Oktober letzten Jahres der 1. Stock des Hausprojekts geräumt wurde, ging ein Räumungsbescheid für das Erdgeschoss ein. Obwohl das BGH das Urteil zum ersten Stock mittlerweile wieder aufgehoben hat und der Fall derzeit neu verhandelt wird, steht die Etage immer noch leer und es soll die nächste geräumt werden: Im Erdgeschoss befinden sich das subkulturelle Wohnzimmer Chaekpoint Scharni sowie der Schenkladen Systemfehler. Trotzdem die Idee des Schenkladens eben darin besteht, dem Schenken Platz zu geben und der Chaekpoint nur Raum für nichtkommerzielle Veranstaltungen bietet, wirft der Eigentümer dem Verein eine gewerbliche Nutzung vor. Sein Räumungsverlangen begründet er damit, dass in dem damals abgeschlossenen Mietvertrag eine reine Nutzung von Wohnraum Vertragszweck gewesen sei, tatsächlich aber eine vertragswidrige darüber hinausgehende Nutzung stattfände. Ein Blick in die Satzung des Vereins Scharnwebers e.V. -der Mieter des Erdgeschosses ist- hätte gereicht um zu sehen, dass als Ziel u.a. die Anmietung geeigneter Räumlichkeiten zur Durchführung von Nachbarschafts- und Selbsthilfe Erwähnung finden: also etwa das Betreiben eines Schenkladens, in dem es um die unentgeltliche Weitergabe von Waren und Hilfeleistungen geht. Obwohl das schon bei Vertragsabschluss klar war, wurde den BewohnerInnen ein reiner Wohnraummietvertrag aufgenötigt, der ihnen und den anderen Vereinsmitgliedern nun zum Verhängnis wird. Der Grund wiederum, dass dem Verein 2007 ein solcher Mietvertrag zur Unterzeichnung vorgelegt wurde, liegt auf der Hand: Padovicz hätte beim Abschluss eines Gewerbemietvertrages das öffentliche Fördergeld, das er ausdrücklich zum Zweck der Sanierung von Wohnraum bekam, zurückgeben müssen, hätte er einen Mietvertrag für Gewerbe ausgestellt. Wurde also schon damals alles nach Padovicz Wünschen eingerichtet, so richtet er nun genau das Ergebnis einer Ausrichtung an seinen Interessen erneut gegen die Interessen der BewohnerInnen und derjenigen, die das vielfältige Angebot der Räumlichkeiten zu schätzen wissen. Er lässt die Leute raus schmeißen, weil sie das Ziel verfolgen, das allen Beteiligten von Anfang an klar war: das Viertel ein wenig lebenswerter zu machen und etwas Schöneres zu verwirklichen als das, was das Ziel Padovicz zu sein scheint: den trüben Alltag noch ein wenig mehr zu trüben; die MieterInnen und UnterstützerInnen mittels eines anhaltendem Mobbings so lange zu zermürben bis sie aufgeben.

Doch dies wird ihm nicht gelingen: die Scharni 29 wird sich nicht unterkriegen lassen.

Demo am Samstag 26.2. / 16:00 Uhr !

Am Samstag wird es eine bunte und laute Demo durch Friedrichshain geben. Startpunkt ist um 16:00 Uhr an der Scharni29. Kommt vorbei!

Am gleichen Tag gibt es auch eine Demo gegen den den Naziladen Tromsø, der nun schon 2 Jahre in Friedrichshain existiert. Startpunkt ist 14:00 Uhr am Boxhagener Platz.

Party am Samstag 26.2. / 22:00 Uhr !

Am Abend nach der Demo wird es die letzte (?!) Chaekpoint-Party geben. Mit DJs, die den Chaekpoint über die Jahre begleitet haben, mit günstigen Getränken, wilder Feierei bis in die Morgenstunden, ein wenig Abschiedsschmerz und vieles mehr…

Tag vor der Räumung 2.3. / 20:00 !

Abschieds-Party im Schenkladen – mit der Möglichkeit zur Übernachtung. Bringt Luftballons mit.

Tag der Räumung 3.3. / 10:30 !

Kundgebung vor der Scharni38 ab (wahrscheinlich) 9:00 Uhr. Vielfältige Aktionen rund um die Räumung. Kommt vorbei!

scharni29.blogsport.de