Es wird einen Aktionsticker (Twitter) geben unter Hausbesetzer_in unter dem Tag #berlinvonunten
Infopunkt im Mehringhof
Infotelefon: 0157 – 872 10 777
Pressemitteilung zu „Berlin von Unten!“
Am Sonntag, den 18.09.2011, wird es verschiedene politische Aktionen rund um die Abgeordnetenhaus-Wahlen in Berlin geben. Diese richten sich gegen die antisoziale und antidemokratische Stadtentwicklung, gegen Steigende Mieten und das schäbige Zusammenspiel von Politik und Immobilienunternehmen. Nach der großen Mietenstopp-Demonstration vom 03. September 2011 ist dies die nächste größere Mobilisierung von außerparlamentarischer Seite für eine Stadt für alle. Unter dem Motto „Berlin von Unten!“ soll gezeigt werden, dass es an der Zeit ist, die Gestaltung der Stadt selbst in die Hand zu nehmen. (mehr…)
Eine Woche lang gab es heftigen Widerstand auf vielen Ebenen gegen die Räumung der Liebig 14. Barrikaden haben gebrannt, Spontis hier und da, Glassbruch in der ganzen Stadt – das dezentrale Konzept ist aufgegangen, zumindest was den Sachschaden betrifft. Solidarität war das Wort der Woche und Soli-Bekundungen/Aktionen erreichten uns aus der ganzen Welt. Jetzt gilt es unsere Solidarität mit denen zu zeigen, die dafür büßen sollen. Es gibt 9 Haftbefehle, diverse weitere Anklagen sind zu erwarten. Wir möchten eine Struktur schaffen, um Menschen zu unterstützen die von Repression betroffen sind. Natürlich wollen wir auch die Ereignisse um die Räumung der Liebig 14 reflektieren und an unseren Strategien gegen die fortschreitende Gentrifizierung arbeiten.
Unsere Trauer über die Räumung der Liebig ist groß, aber noch viel mehr spüren wir die Wut, eine Wut auf diese Verhältnisse, die uns keinen Platz zum atmen lässt. Es wird Zeit das wir uns Luft verschaffen…
Ihr habt uns die Liebig14 genommen, nun werden wir euch die Ruhe nehmen!

Berlin ins Chaos stürzen – kreativ, subversiv, offensiv!
Kiel Solidemo Solidemo heute 20 Uhr HBF Vorplatz
Osnabrück Solidemo heute 17:30h Start ist am Ledenhof.
Tübingen Kundgebung heute 18 uhr auf dem holzmarkt
Düsseldorf Solidemo heute 20.00 Uhr vom linken Zentrum Düsseldorf
Hamburg Solidemo heute 20 Uhr – von der RotenFlora aus. Flora und Liebig Bleiben!
Göttingen Solidemo heute 18:00 Uhr Solisponti ab Gänseliesel
Freiburg Solidemo heute 17 Uhr statt, in der Gartenstr.19
Saarbrücken Solidemo heute um 18:00 Uhr – Treffpunkt: Max Ophüls Platz Saarbrücken
Kurz vor dem Angekündigten Räumungstermin am 2.2.2011 lädt die „Liebig 14“ zu einer Pressekonferenz ein. Diese wird am Dienstag 01.02.2011, 09:00 Uhr stattfinden. Der genaue Ort wird heute Nachmittag auf unserem Blog http://liebig14.blogsport.de bekanntgegeben Dort werden Bewohner_innen und Unterstützer_innen den Pressevertretern für Fragen zur Verfügung stehen. Es wird eine Erklärung zu Aktionen vergangener Tage, sowie Stellungnahmen zur Demonstration am 29.1.2011 geben. Neue Entwicklungen zur rechtlichen Situation des Hauses werden ebenfalls thematisiert. Des Weiteren werden Pressemappen mit Hintergründen und Informationen zur „Liebig 14“ verfügbar sein.
Aus Gründen des Identitätsschutzes wird ausdrücklich darum gebeten, während der Pressekonferenz keine Fotos oder Filmaufnahmen von den Anwesenden zu machen. Falls sich einige der Teilnehmer oder Teilnehmerinnen jedoch zu Aufnahmen bereit erklären, so ist dies bitte im Einzelfall vorher abzusprechen. Wir bitten um Ihr Verständnis.
liebig14.blogsport.de
Pressekontakt:
liebig14press@hotmail.co.uk
0176/50630797
Gerade wurde für heute, 18.00 eine Demo am Wittenbergplatz angemeldet. Liebig 14 bleibt! Linke Freiräume verteidigen!
Route: Wittenbergplatz – Adenauerplatz – Wilmersdorfer Str. – Zoo.
Quelle: Indymedia
Ist es nicht vermessen, im Moment der Schwäche, die eigene Erweiterung zu behaupten? Vor mehr als zwei Wochen ist unser Räumungsbescheid eingegangen und will unser definitives Ende ankündigen.

Wir sind hier und wo anders gleichzeitig
Eine Räumung verstehen wir als eine territoriale Angelegenheit. Es geht um Repression und Verdrängung. Es geht um ein Vorhaben, Bevölkerung zu verschieben bzw. zu tilgen. Diesen Kampf nehmen wir auf, operieren aber mit einer anderen Logik: Statt dem Minus setzen wir auf das Multiplikationszeichen. Wir nehmen die Rolle von Akteuren in der Stadtplanung an und expandieren. Das heißt, wir nehmen und definieren Raum. Und dabei sind wir nicht bescheiden: 10 neue Hausprojekte sollen an der Stelle der Liebig 14 stehen. Hausprojekte, die sich nicht nach ein paar Jahren wieder in einer bedrohten Situation befinden, sondern sich mit Sicherheit und Anerkennung entfalten können. Damit haben wir Teil an einer Pluralität von Visionen für eine direkte, selbstorganisierte Stadtlandschaft.
Die erste Expansion hat am 27.01.2011 mit der Besetzung einer leerstehenden Schule in der Adalbertstraße 53 stattgefunden. Die zweite tags darauf in einem leerstehenden Spital in Neukölln, Mariendorfer Weg 26. Weitere Aktionen sind schon geplant.
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Am 02.02.2011 werden die Bullen versuchen das Hausprojekt Liebig 14 in Berlin Friedrichshain zu räumen – da verstehen wir gar keinen Spaß. Die drohende Räumung der Liebig 14 ist ein Angriff auf uns alle und wir haben nicht vor dies ohne Weiteres hinzunehmen! Deshalb werden wir am 29.01.2011 mit einer kraftvollen Demo unsere Wut auf die Straße tragen.

Natürlich sind wir ziemlich sauer darüber, dass schon wieder ein Freiraum platt gemacht werden soll, doch das ist nur die Spitze des Eisberges. In Friedrichshain wie auch in vielen anderen Innenstadtbezirken ist Gentrifizierung schon längst kein Fremdwort mehr. Nur wenige bunte Flecken durchbrechen den hochglanzpolierten Großstadtwahn. Überwachung und Kontrolle des öffentlichen Raums nimmt immer weiter zu. Doch immer mehr Unmut macht sich breit, denn die neoliberale Stadtumstrukturierung bedroht nicht nur die linke, unkommerzielle Subkultur dieser Stadt, sondern betrifft besonders sozial schwache Menschen, Migrant_innen und alle anderen Bevölkerungsgruppen, die sowieso schon an den gesellschaftlichen Rand gedrängt werden. Steigende Mieten weisen ihnen auch in dieser Stadt einen Platz zu, den sie gesellschaftlich längst haben: weit weg von all den Dingen, die das Leben angenehm machen, wie gewachsene soziale Netzwerke und lebendige, selbst gemachte Kultur. Das, was übrig bleibt ist kultureller Einheitsbrei in Form gesichtsloser Cocktailbars mit überteuerten Preisen und vereinheitlichte Fertigbetondoppelhaushälften, dessen größte Kreativität in unterschiedlichen Grautönen ihren Ausdruck findet. (mehr…)