Archiv der Kategorie 'Diskussion'

Räumung im 1. Stock des Hausprojektes Scharni 29

Der erste Stock des Hausprojekts Scharni 29 soll am 7. Oktober geräumt werden. Nachdem Hausbesitzer Gijora Padovicz uns über Jahre mit Abmahnungen, Klagen und Schikanen überzog, hat er nun einen ersten Erfolg. Denn plant er nun leidlich auszunutzen.
Seit der jetzige Hausbesitzer Gijora Padovicz mit seiner Firma Siganadia GmbH das Haus in der Scharnweberstaße 29 im Jahr 2001 kaufte, versucht er alles, um uns das Leben schwer zu machen. Erst zwang er uns zu einer Sanierung, die wir nicht wollten um dafür dann massive Fördergelder aus dem Projekt „Soziale Stadt“ zu bekommen. Der damals erzwungene Deal: Die Hausbewohner stimmen einer sozialverträglichen Sanierung zu und der Hausbesitzer aktzeptiert die Hausgemeinschaft der BewohnerInnen. So versicherten uns der Hausbesitzer, der Senat und der Bezirk, dass wir nun über 20 Jahre (solange ist der Bindungszeitraum der Förderung) hier weiter leben könnten. (mehr…)

PM zu einem Agenten der Gentrification

Download: [pdf]

Wir bleiben ALLE!

Internet:
http://wba.blogsport.de
Pressekontakt:
wba-oeffentlichkeit [ät] riseup.net

Pressemitteilung der Wir bleiben Alle! – Kampagne zur meco Aktiv gGmbH:

(1) Meco Aktiv gGmbH unterstützt neoliberale und grünflächenfeindliche Stadtpolitik und wirbt dabei mit Umweltfreundlichkeit
(2) Meco Aktiv gGmbH unterstützt aktiv Verdrängung von Mieter_innen auf kultureller Ebene
(3)
Meco Aktiv gGmbH beutet Arbeitslose in Zwangsarbeitsverhältnissen aus

Begründung:

In den letzten Wochen sind in Friedrichshain des öfteren Flyer der mecoAktiv gGmbH aufgetaucht. Auf diesen wirbt die „gemeinnützige“ GmbH mit Formulierungen wie „Sauber ist schön! Bitte entsorgt euren Müll in die Behälter. Die Natur wird es euch danken! Sauber kommt gut!“. Das klingt für manche auf den ersten Blick nach einem legitimen Kommentar zur Situation im Kiez. Wir bleiben Alle! muss an dieser Stelle jedoch massive Kritik üben. Denn: (mehr…)

Warum brauchen wir ein kostenloses, selbstverwaltetes Bethanien?

Unser Kiez – Aufwertung und Verdrängung

SO36 durchlebt momentan einen rasanten Aufwertungsprozess. Die Mieten steigen, nicht nur im Wohn- sondern auch im Gewerbebereich. Sich neu ansiedelnde Cafés und teure Szenekneipen sprengen den finanziellen Rahmen der meisten Kiezbewohner_innen und verdrängen nicht profitorientierte Räume.
Dabei wird der gesellschaftliche Status über Geld vermittelt; finanzielle Möglichkeiten bestimmen die Zugangschancen zu sozialer, kultureller oder politischer Partizipation.
Darüber hinaus ist dieser Aufwertungsprozess eines der Mittel des Kapitalismus, sich regelmäßig selbst neue Profitmöglichkeiten zu schaffen.

Wir wollen daher hier – als Kontrapunkt zu dieser globalen Entwicklung der Gentrification – einen Raum schaffen, in dem die finanziellen Möglichkeiten einer Person nicht über ihre Zugangschancen entscheiden. Solche Räume können eine wichtige Voraussetzung für finanziell unterprivilegierte Menschen sein, sich in einen gesellschaftlichen Diskurs einzubringen.

Natürlich können diese Räume allein die Tendenz nicht aufhalten. Uns ist bewusst, dass linke Projekte oft eine aufwertende Rolle einnehmen, da sie Viertel interessanter machen. Wir sehen kein Problem darin, den Kiez lebenswerter zu machen und sind auch nicht gegen jede Veränderung. Wir freuen uns z. B. über neue Spielplätze oder neue Parks. Wir wollen aber nicht, dass diese Lebensqualität kapitalistisch verwertet wird und alte Bewohner_innen Finanzstärkeren weichen müssen.
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MediaSpree entern! News Nr. V

Hallo liebe Gegnerinnen und Gegner eines ausschliesslich kommerziell genutzten Spreeufers,

die Planung für den Aktionstag am 5. Juni schreitet voran, wir benötigen aber dringend noch mehr Unterstützung!!!

Ich seid alle ganz herzlich eingeladen, zum nächsten offenen Kampagnen-Treffen am Freitag, den 21.05. um 19 Uhr in die NewYorck im Bethanien zu kommen! Wenn ihr zu diesem Termin nicht könnt, aber etwas zum Aktionstag beitragen möchtet, schickt und doch eine kurze E-Mail an ms-entern(at)riseup.net. Mehr Infos über den aktuellen Stand findet ihr wie immer unter http://mediaspreeentern.blogsport.de.
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Veranstaltungsbericht: Was tun gegen Gentrification?

Da auch wir die Veranstaltung beworben haben, hier der Bericht von Andrej Holms Blog.

Am Donnerstag Abend fand unter der Frage „Gentrifizierung im Wedding?“ eine Veranstaltung im Polit-Cafè im Hausprojekt Schererstraße 8 im Wedding statt. Die gut besuchte Veranstaltung (etwa 70 Leute) diskutierte nach einer kleinen Einführung, ob und welche Aufwertungsanzeichen im Wedding zu beobachten sind. In einer kleinen Einführung zu den aktuellen Aufwertungsdynamiken in Berlin hatte ich vorgeschlagen, folgende Auslöser bzw. Motoren der Aufwertung zu unterscheiden:

* Politisch initiierte Gentrification (z.B. Sanierungsgebiete oder gezielte Quartiersaufwertungen)
* Symbolische Aufwertung durch Enklavenbildungen von Pioniernutzungen
* Mietsteigerungen durch Umzüge aus anderen Aufwertungsgebieten (Umzugskettenaufwertung)
* Aufwertung durch Nachbarschaftseffekte von Neubauprojekten

In der anschließenden Diskussion wurden entlang von diesen Aufwertungsaspekten viele Beobachtungen und Einschätzungen aus verschiedenen Stadtteilen zusammengetragen. Auch wenn eine solche Diskussion sicher nicht den Charakter einer repräsentativen Untersuchung hat, wurden Aufwertungsindizien für alle Bereiche vorgetragen.
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Diskussionsveranstaltung am 13. Mai um 20:00 in der Scherer 8

Was tun!? Gegen Stadtumstrukturierung, Mieterhöhungen, Verdrängung und „Gentrifizierung“ im Wedding
Diskussionsveranstaltung mit Andrej Holm, MediaSpree Versenken u.a.

13. Mai | 20:00 Uhr | Scherer8

Die Aufwertung und Umstrukturierung von Stadtteilen – auch Gentrifizierung genannt – und Städtebauliche Großprojekte, wie MediaSpree oder die geplante Bebauung von Tempelhof sind Ergebnis politischer Entscheidungsprozesse, von denen insbesondere sozial schwache Bevölkerungsgruppen ausgeschlossen sind. So gehen die Folgen, wie Sanierungsmaßnahmen, Mieterhöhungen und Verdrängungen auf Kosten derer, die sich nicht gegen die Stimmgewalt von Investoren, neoliberalen Stadtplanern und Hausbesitzern durchsetzen können. Auch im Wedding lassen sich derartige Entwicklungen nachzeichnen.

Im Rahmen des regelmäßig im Hausprojekt „Scherer8″ stattfindenen Politischen Cafés wollen wir diskutieren, woran Prozesse der Stadtumstrukturierung und Gentrifizierung deutlich werden, inwieweit der Wedding von diesen betroffen ist und wie linke Initiativen gegen problematische Entwicklungen aktiv werden können. Weitere Veranstaltungen zum Thema sind geplant.

Das Politische Café Wedding ist Anlauf- und Vernetzungspunkt für linke Initiativen und politisch interessierte Menschen im Wedding. Jeden zweiten Donnerstag im Monat wird zu Diskussions-veranstaltungen ins Hausprojekt Schererstraße 8 (S+U Wedding) geladen.

Link zum Flyer: (hier)

Stellungnahme zur Brunnen183

+++ Disclaimer +++

Dies ist ein Statement aus der WBA zur Brunnen183. Dem Statement liegt kein Konsens zugrunde. Es wird aber von vielen Menschen aus der WBA unterstützt.

+++ Statement +++

Die WBA verurteilt das Schaffen und Aufrechterhalten von Angsträumen, patriarchalen und hierarchischen Strukturen, sexistischen (Rede-)Verhaltens, die sexualisierte und körperliche Gewalt und sexuellen Übergriffe in der Brunnenstraße 183 (in Berlin) und hat schwere Zweifel an dem Selbstverständnis des Hausprojektes. Uns ist bekannt, dass im Projekt insbesondere in der Zeit ab dem 18.06.09 sehr viele unterschiedliche Menschen gelebt haben, es jedoch auch einen festen Kern von Bewohner_innen gab, die bis zur Räumung im Haus blieben. Trotz der hohen Fluktuation gab es immer wieder Übergriffe, auf die fast keine_r der Bewohner_innen reagierte.

Umso wichtiger erscheint uns eine Reflektion insbesondere der Prozesse und Strukturen, die dazu geführt haben, dass diese Vorfälle weder innerhalb des Hauses noch innerhalb der WBA aufgearbeitet und die Betroffenen allein gelassen wurden.
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Auswertung der Action Weeks 2009

Danke an die autonome Gruppe die uns im besten diy-stil diese Auswertung der Action Weeks 2009 hat zukommen lassen!

Unserer Auswertung der Actionweeks 2009

Ganz nach dem Motto „lieber spät als nie“ kommt hier unsere Auswertung der Actionweeks 2009, die im Juni des letzten Jahres in Berlin stattfanden.

Der Text wurde bereits im Spätsommer geschrieben, konnte jedoch aufgrund einiger Problemchen noch nicht veröffentlicht werden. Dementsprechend sind einige Ereignisse, die uns gewisse Dinge etwas anders betrachten lassen, noch nicht mit eingeflossen. Trotzdem denken wir kann es nicht schaden den Text jetzt noch nach zuschieben, da es allgemein viel zu wenig schriftliches gibt, was sich mit den Aktionen und Entwicklungen im Kampf gegen Gentrifizierung auseinandersetzt. (mehr…)

Protokoll WBA VV 27.11.2009


Protokoll WBA – VV
vom 27.11.2009

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What the fuck is Gentrification?

Was Gentrification in letzter Konsequenz bedeutet, haben wir am Dienstag bei der Räumung der Brunnenstr183 eindrucksvoll erlebt. Unsere Antwort auf die Räumung im Speziellen und die Stadtpolitik im Allgemeinen kann sich bis jetzt sehen lassen! Wir haben hier noch einen Text für euch, um Gentrification auch theoretisch zu fassen. Es ist ein erster Versuch und kann natürlich diskutiert werden (Mail an stadtraum [ät] riseup.net).
Abseits der theoretischen Auseinandersetzung ist es aber entscheidend, Solidarität und Widerstand praktisch werden zu lassen! Geht raus! Macht Aktionen! Die Stadt gehört uns!

Hier der Text: [pdf]
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