Archiv der Kategorie 'Hausprojekte Berlin'

Montag, 31.1., 18h, Wittenbergplatz: DEMO

Gerade wurde für heute, 18.00 eine Demo am Wittenbergplatz angemeldet. Liebig 14 bleibt! Linke Freiräume verteidigen!

Route: Wittenbergplatz – Adenauerplatz – Wilmersdorfer Str. – Zoo.

Pressemitteilung der Liebig 14 vom 29.1.2011

1) Neue Entwicklung im Rechtsstreit: Räumung am 2. Februar illegal
2) Abgeordnetenhaus diskutiert über Ersatzobjekt
3) Hausbesetzungen gehen weiter: „Liebig 14 Expansion 2011“

Gestern Abend wurde dem Gerichtsvollzieher Herrn Wolfgang Damm, zuständig für die Zwangsvollstreckung der Räumung der Liebigstrasse 14 offiziell mitgeteilt, dass keine rechtswirksamen Räumungstitel gegen die Bewohner_innen der Liebig14 existieren. Die in den Räumungstiteln genannten Personen leben schon seit vielen Jahren nicht mehr im Haus. Tatsächlicher Inhaber der Mietsache ist der Verein „Liebig14 e.V.“, der bereits seit Gründung des Projekts die Bewohner_innen vertritt.
Gemäß eines Urteil vom Bundesgerichtshofs (I ZB 39/08), müssen Räumungstitel gegen die tatsächlichen Bewohner_innen vorliegen. Eine Räumung am 2. Februar wäre somit rechtswidrig. „Innensenator Körting wird sich fragen müssen, ob ein solcher Rechtsbruch für ihn verantwortbar ist.“ so Bewohnerin Clementine.
Unterdessen fordert Bezirksbürgermeister Schulz (Grüne) die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft Mitte auf, den Bewohner_innen endlich ein Ersatzobjekt zur Verfügung zu stellen. „Ich kann nicht glauben, dass es nicht irgendwo einen leeren Seitenflügel gibt“, so Schulz gegenüber der taz am 28. Januar. Die SPD zieht nach und Frank Zimmermann (SPD), Mitglied des Innenausschusses sprach am Donnerstag von einem „letzten Angebot“, dass die Liebig14 annehmen sollte. Verwunderlich ist, dass dieses „Angebot“ weder die Liebig14 erreicht hat noch jemals konkret formuliert worden ist. „Wenn Schulz, Zimmermann & Co es wirklich ernst meinen, sollten sie umgehend mit uns in Kontakt treten.“ sagt Hausbewohner Andreas. Und weiter: „Wenn sie vor diesem Hintergrund die illegale Räumung nicht aufhalten, bejahen sie bewusst eine Eskalation. Wir fordern ernsthafte Verhandlungen über Ersatzobjekte sowie eine Aussetzung der Räumung“ Entgegen den Behauptungen des Liegenschaftsfonds und anderer Beteiligter der Runden Tisch – Gespräche im vergangenen Jahre, gibt es sehr wohl passende, stadteigene Gebäude.
Dies beweisen die Bewohner_innen mit ihrer Kampagne „Liebig 14 Expansion 2011“. Am Donnerstag, den 27.01., wurde ein leerstehendes Gebäude des städtischen Liegenschaftsfonds in der Adalbertstraße 53 besetzt. In der Nacht zum Freitag folgte dann ein Gebäude in der Curvrystr. 9 und im Laufe des Tages das unbewohnte Haus im Mariendorfer Weg 26.

Wir behaupten nicht nur, sondern wir erleben auch, dass weder „Schwäche“ noch „Ende“unseren Zustand beschreibt!

liebig14.blogsport.de
Pressekontakt:
liebig14press@hotmail.co.uk
0176/50630797

Solidarität mit der „Liebig 14″

Quelle: Indymedia

Seitdem am 10.1.2011 der Räumungstermin für das Hausprojekt „Liebig 14“ in Berlin Friedrichshain bekannt wurde, gab es bereits eine ganze reihe von Demonstrationen, Aufrufen, Ankündigungen, Videos, Aktionen, Besetzungen, Graffitys und sicher noch vieles, vieles mehr, was bisher noch nicht veröffentlicht wurde. Der Versuch, einen Überblick zu geben…
(mehr…)

Liebig 14 Expansion 2011

Quelle: Indymedia

Ist es nicht vermessen, im Moment der Schwäche, die eigene Erweiterung zu behaupten? Vor mehr als zwei Wochen ist unser Räumungsbescheid eingegangen und will unser definitives Ende ankündigen.
liebig14poster2
Wir sind hier und wo anders gleichzeitig
Eine Räumung verstehen wir als eine territoriale Angelegenheit. Es geht um Repression und Verdrängung. Es geht um ein Vorhaben, Bevölkerung zu verschieben bzw. zu tilgen. Diesen Kampf nehmen wir auf, operieren aber mit einer anderen Logik: Statt dem Minus setzen wir auf das Multiplikationszeichen. Wir nehmen die Rolle von Akteuren in der Stadtplanung an und expandieren. Das heißt, wir nehmen und definieren Raum. Und dabei sind wir nicht bescheiden: 10 neue Hausprojekte sollen an der Stelle der Liebig 14 stehen. Hausprojekte, die sich nicht nach ein paar Jahren wieder in einer bedrohten Situation befinden, sondern sich mit Sicherheit und Anerkennung entfalten können. Damit haben wir Teil an einer Pluralität von Visionen für eine direkte, selbstorganisierte Stadtlandschaft.

Die erste Expansion hat am 27.01.2011 mit der Besetzung einer leerstehenden Schule in der Adalbertstraße 53 stattgefunden. Die zweite tags darauf in einem leerstehenden Spital in Neukölln, Mariendorfer Weg 26. Weitere Aktionen sind schon geplant.
(mehr…)

27. Januar 2011: L14 expandiert in die Adalbertstraße!

Die Bewohner_innen haben soeben gemeinsam mit Unterstützer_innen eine leerstehende Schule in der Adalbertstraße 53 in Berlin-Kreuzberg besetzt, um weiterhin für die Zukunft des Projekts zu kämpfen. Die Besetzung ist der Anfang der Kampagne „Liebig 14 Expansion 2011“. Weitere Aktionen folgen. (mehr…)

Neues Mobivideo ist aufgetaucht….

Liebig14 – Warum wir kämpfen

Am 02.02. soll in Berlin die Liebigstraße 14 geräumt werden. Die Hintergründe sollten bekannt sein. Hier nun unser Aufruf sich an dieser Räumung zu widersetzen und ein erneutes Zeichen zu setzen.
Wir unterstützen seit Intensivierung unserer politischen Aktivität auf unsere Art und Weise die Liebig14 und viele andere Häuser, in denen alternative Freiräume nicht nur propagiert sondern gelebt werden. Für unseren Einsatz waren dabei die zum Teil stark unterschiedlichen Meinungen und Ansichten unter den Häusern und Gruppen nie ausschlaggebend. Was uns zum Mitmachen und Unterstützen motivierte waren auch nicht nur eigene Erfahrungen. Vielmehr ging es um unsere Überzeugung und Zuversicht. Unsere Überzeugung, dass wir natürlich auf verschiedenen Booten sitzen, aber dennoch in dieselbe Richtung steuern. Unsere Zuversicht, dass wir gemeinsam besser den Kurs halten und wenn auch nicht erreichen, unserem Ziel doch etwas näher kommen werden. (mehr…)

Liebig14: Der Wut das Unverständliche nehmen

Liebig14: Eine gewollte Eskalation

Ein weiteres alternatives Hausprojekt in Berlin soll demnächst polizeilich geräumt werden. Befürchtet werden massive Ausschreitungen und breite Solidarisierungen über die Stadt hinaus. Eine Eskalation im Konflikt um steigende Mieten und Stadtumstrukturierung steht bevor. Erneuter Anlass die Hintergründe zu beleuchten, Verantwortliche zu benennen und der Wut das Unverständliche zu nehmen.
(mehr…)

LIEBIG 14 – Der Countdown läuft…

Quelle: Indymedia

folgenden Text als DIY-Selbstdruck-Flyer: [PDF]

Lasst es krachen, lasst es knallen…

Das Hausprojekt Liebig 14 in Berlin/Friedrichshain steht kurz vor der Räumung. Nach den Gerichtsverhandlungen im November 2009 ist auf juristischer Ebene nichts mehr zu holen. Runde Tische und Verhandlungen mit Politiker_innen haben sich erwartungsgemäß als nutzlos erwiesen. Schließlich wurden Anfang Januar 2011 Räumungsbescheide für den 2. Februar 2011 zugestellt. D.h. an diesem Tag werden die Bullen versuchen, die Bewohner_innen des Hauses zusammen mit der Wohnungseinrichtung, auf die Straße zu werfen. Was jetzt zählt sind Solidarität und entschlossener Aktionismus. Dies ist ein Aufruf, der sich an radikale Bezugsgruppen und Zusammenhänge sowie an Einzelpersonen richtet. Dabei geht es uns nicht nur um das Haus Liebig 14, sondern vor allem um die Ideen, die hinter diesem Projekt stehen. Wir stellen euch ein mögliches Aktionskonzept vor und liefern auch inhaltliches dazu. (mehr…)

EXPECT RESISTANCE – Call for Demonstration 29.01. // 15:00 // Kottbusser Tor

Am 02.02.2011 werden die Bullen versuchen das Hausprojekt Liebig 14 in Berlin Friedrichshain zu räumen – da verstehen wir gar keinen Spaß. Die drohende Räumung der Liebig 14 ist ein Angriff auf uns alle und wir haben nicht vor dies ohne Weiteres hinzunehmen! Deshalb werden wir am 29.01.2011 mit einer kraftvollen Demo unsere Wut auf die Straße tragen.
liebig14poster2
Natürlich sind wir ziemlich sauer darüber, dass schon wieder ein Freiraum platt gemacht werden soll, doch das ist nur die Spitze des Eisberges. In Friedrichshain wie auch in vielen anderen Innenstadtbezirken ist Gentrifizierung schon längst kein Fremdwort mehr. Nur wenige bunte Flecken durchbrechen den hochglanzpolierten Großstadtwahn. Überwachung und Kontrolle des öffentlichen Raums nimmt immer weiter zu. Doch immer mehr Unmut macht sich breit, denn die neoliberale Stadtumstrukturierung bedroht nicht nur die linke, unkommerzielle Subkultur dieser Stadt, sondern betrifft besonders sozial schwache Menschen, Migrant_innen und alle anderen Bevölkerungsgruppen, die sowieso schon an den gesellschaftlichen Rand gedrängt werden. Steigende Mieten weisen ihnen auch in dieser Stadt einen Platz zu, den sie gesellschaftlich längst haben: weit weg von all den Dingen, die das Leben angenehm machen, wie gewachsene soziale Netzwerke und lebendige, selbst gemachte Kultur. Das, was übrig bleibt ist kultureller Einheitsbrei in Form gesichtsloser Cocktailbars mit überteuerten Preisen und vereinheitlichte Fertigbetondoppelhaushälften, dessen größte Kreativität in unterschiedlichen Grautönen ihren Ausdruck findet. (mehr…)